Die digitale Transformation verändert rasant die Wirtschafts- und Arbeitswelt sowie auch die Gesellschaft als Ganzes. Welche Rolle spielen Digitalisierung und Nachhaltigkeit für die Wettbewerbsfähigkeit von kleinen und mittleren Unternehmen in Nordrhein-Westfalen? Wie verändern sich Arbeitsalltag und Führungsstile durch Digitalisierung? Über diese und weitere Fragen hat Wirtschafts- und Digitalminister Prof. Dr. Andreas Pinkwart mit hochrangigen Experten und Unternehmern beim 12. Ständehausgespräch am Montag, 4. Oktober 2021, in Düsseldorf debattiert.

Unter dem Titel „Nachhaltig wettbewerbsfähig: Der Beitrag digitaler Verantwortung zum Unternehmenserfolg“ stand in diesem Jahr des landesweiten Kompetenzzentrums CSR.digital im Mittelpunkt des Abends. Das vom Wirtschaftsministerium NRW gegründete Zentrum für Wirtschaft und digitale Verantwortung ist das erste Kompetenzzentrum dieser Art in Deutschland. Die neue Plattform ermutigt vor allem kleinere und mittlere Unternehmen, langfristig ein Konzept zu ökonomischen, ökologischen, digitalen und sozialen Fragen zu entwickeln. So sollen innovative Produkte, Dienstleistungen und Geschäftsmodelle vorangetrieben werden.

Den thematischen Einstieg gestaltete die wissenschaftliche Partnerin des Kompetenzzentrums Prof. Dr. Barbara E. Weißenberger von der Heinrich-Heine-Universität Düsseldorf mit ihrem Impulsvortrag zum Thema „Nachhaltig wettbewerbsfähig: Digitale Verantwortung als Business Case für KMU?“. Ergänzend dazu gab Patrick Bottermann vom Collaborating Centre on Sustainable Consumption and Production (CSCP) gGmbH als Projektleiter des landesweiten Zentrums konkrete Einblicke in die Arbeit von CSR.digital. Abschließend diskutierte Wirtschafts- und Digitalminister Prof. Dr. Andreas Pinkwart mit Prof. Dr. Barbara E. Weißenberger sowie Carsten Sühling (Geschäftsführer SPALECK GmbH & Co. KG in Bocholt und CSR-Botschafter für NRW) und Berthold Schröder (WHKT Vize-Präsident und Präsident der HWK Dortmund) die Chancen und Herausforderungen der digitalen Transformation vor allem für kleine und mittlere Unternehmen in Nordrhein-Westfalen.

Der Abend zeigte, dass viele mittelständische Unternehmen noch am Anfang ihres Weges in der digitalen Welt stehen. Zugleich wurde deutlich, dass die Unternehmen, die das Thema Digitalisierung und die damit verbundene Verantwortung proaktiv angehen, in Zukunft einen entscheidenden Wettbewerbsvorteil genießen werden.

Zum ersten Mal wurde das Ständehausgespräch in diesem Jahr pandemiebedingt auch per Livestream übertragen. Damit konnten neben knapp 100 anwesenden Gästen im Foyer der Düsseldorfer Kunstsammlung K21 weitere rund 300 Zuschauerinnen und Zuschauer online der spannenden Debatte rund um das Thema „Digitale Verantwortung“ folgen.

Zu Beginn der Veranstaltung wurde zudem zum zweiten Mal der Innovationspreis Handwerk des Landes Nordrhein-Westfalen verliehen. Vergeben wurden die mit jeweils 10.000 Euro dotierten Preise an das Sehzentrum Optik Schmitz aus Dortmund für die Entwicklung der Spezialbrille BESTMACULA® sowie an die HOF Alutec Metallverarbeitung aus Mettingen für Ihre Innovation im Bereich Lichttechnik (Moving Lights).

Pressemitteilung zum Innovationspreis Handwerk